Die bewegte Geschichte einer der ältesten Rebsorten der Welt
Am 18. August dreht sich in Weinkreisen weltweit alles um eine einzige Rebsorte: Pinot Noir. Ob als eleganter Wein aus Neuseeland aus den kühlen Höhenlagen Central Otagos oder als aufstrebender Wein aus Kanada von der Niagara Peninsula, kaum eine rote Rebsorte hat eine so lange und wechselvolle Geschichte wie diese. Ihre Wurzeln reichen bis ins Mittelalter zurück, als burgundische Mönche sie in den Weinbergen der Côte d’Or kultivierten.

Von dort aus trat sie ihren Weg um die Welt an und findet heute in kühlen Klimazonen von Oregon bis Otago ihre zweite Heimat. Der Pinot Noir Day erinnert jedes Jahr aufs Neue daran, wie anspruchsvoll, wandelbar und faszinierend diese Rebsorte ist. Wir nehmen den Anlass zum Auftakt einer Themenwoche, die Neuseeland und Kanada gegenüberstellt.
Warum gibt es den Pinot Noir Day?
Seit den späten 1980er Jahren hat sich der 18. August in der internationalen Weinszene als informeller Feiertag für Pinot Noir etabliert. Ein einzelner Gründer oder eine offizielle Organisation lässt sich im Nachhinein nicht mehr eindeutig benennen, der Tag ist eher organisch aus der Community von Winzerinnen, Sommeliers und Weinliebhabern entstanden.

Was zählt, ist der Gedanke dahinter. Pinot Noir gilt als eine der launischsten und zugleich elegantesten Rebsorten überhaupt. Sie reagiert empfindlich auf Boden, Klima und den kleinsten Eingriff im Keller, und genau diese Sensibilität macht sie für Winzer weltweit zu einer echten Herausforderung und für Weinliebhaber zu einer Rebsorte mit besonders vielen Gesichtern. Der Pinot Noir Day feiert diese Vielfalt und lädt dazu ein, Pinot Noirs aus unterschiedlichen Regionen direkt zu vergleichen.
Die Geschichte des Pinot Noir: Von Burgund in die Welt
Pinot Noir zählt zu den ältesten kultivierten Rebsorten Europas. Fachleute gehen davon aus, dass die Sorte bereits vor rund 2000 Jahren existierte, schriftlich erwähnt wurde sie erstmals 1283 unter dem Namen Moreillon in einem Dokument aus dem nordfranzösischen Beauvais. Ihre eigentliche Heimat liegt jedoch im Burgund, genauer in der Region zwischen dem Genfer See und der Rhône. Dort kultivierten Mönche der Zisterzienser und Benediktiner die Rebsorte bereits im Mittelalter in den Weinbergen der Côte d’Or und legten damit den Grundstein für ihren Ruf als Königin der roten Rebsorten.

Unter Herzog Philipp dem Guten wurde Pinot Noir im 15. Jahrhundert zur einzig offiziell zugelassenen roten Rebsorte im Burgund erklärt, was ihre Sonderstellung bis heute geprägt hat. Über Jahrhunderte blieb die Sorte eng mit Burgund und angrenzenden Regionen wie der Champagne verbunden, wo sie als eine von drei erlaubten Rebsorten Teil der klassischen Cuvée ist. In Deutschland ist sie unter dem Namen Spätburgunder bekannt und zählt seit Jahrhunderten zu den bedeutendsten roten Rebsorten des Landes.
Ihren Weg in die Neue Welt trat Pinot Noir vor allem im 20. Jahrhundert an. Pioniere wie David Lett, der 1965 im Willamette Valley in Oregon erste Pinot-Noir-Reben pflanzte und mit dem Eyrie Vineyards eine der ersten Adressen für die Rebsorte außerhalb Europas gründete, bewiesen, dass sich Pinot Noir auch fernab von Burgund in kühlen Klimazonen entfalten kann.
Neuseeland folgte in den 1980er und 1990er Jahren mit ersten ernsthaften Pinot-Noir-Projekten in Martinborough und wenig später in Central Otago, dem südlichsten Weinbaugebiet der Welt. Auch Kanada entdeckte in den vergangenen Jahrzehnten sein Potenzial für die Rebsorte, insbesondere in den kühlen, seeklimatisch geprägten Lagen der Niagara Peninsula.

Neuseeland feiert mit: die offizielle Pinot-Noir-Kampagne
Auch die neuseeländische Winzervereinigung New Zealand Winegrowers stellt den Pinot Noir Day in diesem Jahr in den Mittelpunkt einer eigenen internationalen Kampagne. Charlotte Read, General Manager Brand bei New Zealand Winegrowers, bringt es auf den Punkt: „New Zealand Pinot Noir is celebrated for its purity, vibrancy and sense of place, offering bright fruit, natural freshness and elegant structure.“ Pinot Noir ist für Neuseeland dabei weit mehr als eine Rebsorte unter vielen: Sie ist das wichtigste Rotwein-Exportgut des Landes. Neuseeländischer Wein geht inzwischen in über 100 Länder, und allein 2025 lagen die Weinexporte bei 2,10 Milliarden neuseeländischen Dollar.

Zum Pinot Noir Day ruft New Zealand Winegrowers Weinliebhaber weltweit dazu auf, ihren eigenen „Pinot Moment“ unter den Hashtags #LoveNZPinot, #NZWine und #PinotNoirDay zu teilen, eine Aktion, an die wir mit unserer eigenen Kampagne bewusst anknüpfen.
Pinot Noir bei Cellardoor24: Neuseeland trifft Kanada
Bei Cellardoor24 haben wir uns für den Pinot Noir Day bewusst für eine Gegenüberstellung entschieden. Aus Neuseeland zeigen wir dir in den kommenden Tagen, wie unterschiedlich sich die Rebsorte allein innerhalb eines Landes ausdrückt, von der Würze Central Otagos über die Frucht Marlboroughs bis zur Mineralik des Waipara Valley. Aus Kanada stellen wir dir einen eleganten Pinot Noir von der Niagara Peninsula gegenüber. Bis zum 20. August erhältst du außerdem 15 Prozent Rabatt auf unsere ausgewählten Pinot Noirs. Schau in den kommenden Tagen auf unserem Blog und auf Social Media vorbei, wir nehmen dich mit auf die Reise von Burgund bis in die kühlen Regionen der Neuen Welt.

Teile deinen eigenen Pinot-Noir-Moment gern auch unter #LoveNZPinot, #NZWine und #PinotNoirDay, unter diesen Hashtags feiert die ganze Weinwelt heute mit.

